Wenn Du noch Monate später was von Deinen Weihnachtsgeschenken hast und das nicht im guten Sinne

Ratenkauf vor Weihnachten sieht zunächst nach einer einfachen Lösung aus. Im Warenkorb liegt das Geschenk, das Du gern machen würdest. 120 Euro sind mehr, als Du dafür eingeplant hast. Aber daneben steht: dreimal 40 Euro. Das sieht schon ganz anders aus. Die erste Rate würde noch passen. Den Rest bezahlst Du später. Easy…..

Gerade vor Weihnachten kann dieser Gedanke verlockend sein. Du möchtest niemanden enttäuschen, hast mehrere Menschen auf Deiner Liste und überall begegnen Dir Angebote. Da wirkt eine Ratenzahlung wie eine Möglichkeit, doch noch alles unterzubringen.

Nur: Das Geschenk kostet weiterhin 120 Euro. Die kleinere Rate verändert den Zeitpunkt der Zahlung. Sie vergrößert Dein Geschenkebudget nicht, aber man schenkt Dir auch immer was zu dem Wert, da kannst Du ja nicht knausern. Und zack… da schnappt sie zu, Die Geldfalle Ratenkauf.

Was bedeutet Buy now pay later?

„Buy now, pay later“ heißt übersetzt „Jetzt kaufen, später bezahlen“, also Ratenkauf. Dahinter können unterschiedliche Angebote stecken: Du bezahlst den gesamten Betrag zu einem späteren Termin oder verteilst ihn auf mehrere Raten. Je nach Angebot können Zinsen oder Gebühren hinzukommen.

Ein Kauf auf Rechnung ist dabei nicht automatisch problematisch. Wenn Du das Geld bereits zurückgelegt hast und erst nach Erhalt der Ware bezahlst, ist der Kauf gedeckt. Anders sieht es aus, wenn die spätere Zahlung überhaupt erst möglich macht, etwas zu bestellen, für das Dein Budget heute nicht reicht.

Für diesen Beitrag geht es genau um diese Situation: Weihnachtsgeschenke kaufen und darauf hoffen, dass die kommenden Monate die Rechnung auffangen.

Ratenkauf: Die kleine Rate stellt die falsche Frage

Bei 120 Euro fragst Du Dich vielleicht: „Will und kann ich so viel für dieses Geschenk ausgeben?“ Bei 40 Euro wird daraus schnell: „Kriege ich diese Rate noch unter?“

Beim Ratenkauf rückt der Gesamtpreis in den Hintergrund. Vielleicht hattest Du eigentlich 60 Euro eingeplant. Jetzt kaufst Du ein Geschenk für das Doppelte, weil die erste Zahlung unter Deinem ursprünglichen Budget liegt.

Das muss nicht bedeuten, dass Du die Raten später nicht bezahlen kannst. Trotzdem hast Du mehr ausgegeben, als Du vorhattest. Und das Geld für die weiteren Zahlungen muss aus einem anderen Monatsbudget kommen.

Auch ein zinsfreier Ratenkauf ändert daran nichts. Ohne Zinsen bleibt der Kaufpreis gleich. Die Verpflichtung, ihn vollständig zu bezahlen, bleibt ebenfalls.

Im Januar kommen die Geschenke noch einmal auf Dich zu

Ein Ratenkauf erscheint überschaubar. Beim nächsten denkst Du vielleicht wieder so. Dazu kommt noch etwas für Dich selbst, weil es gerade reduziert ist.

Ein Rechenbeispiel ohne Zinsen und Gebühren: Drei Käufe für jeweils 120 Euro, jeder verteilt auf drei monatliche Raten von 40 Euro. Pro Kauf wirkt die Rate klein. Zusammen werden aber drei Monate lang jeweils 120 Euro fällig. Insgesamt hast Du 360 Euro ausgegeben.

Nach Weihnachten ist das Geschenkpapier entsorgt, die Geschenke sind verteilt. Die Verpflichtungen des Ratenkauf laufen aber weiter. Gleichzeitig brauchst Du Geld für Lebensmittel, Rechnungen und alles, was im neuen Monat sonst anfällt.

Dann fehlt vielleicht genau der Betrag, den Du für eine Rücklage oder eine anstehende Ausgabe vorgesehen hattest. Selbst wenn Du jede Rate pünktlich bezahlst, kann das Dich und Dein Budget in Schwierigkeiten bringen.

Was darf Weihnachten dieses Jahr kosten?

Ich kenne das Leben mit Schulden. Heute möchte ich bei meinen Kaufentscheidungen wissen, welches Geld tatsächlich zur Verfügung steht. Bei Weihnachtsgeschenken würde ich deshalb zuerst das Budget festlegen und danach die Geschenke auswählen.

Schreib auf, für wen Du etwas kaufen möchtest und welchen Betrag Du jeweils ausgeben kannst. Rechne anschließend alles zusammen. Denk auch an Ausgaben wie Verpackung, Versand oder das Weihnachtsessen, sofern sie aus Deinem Weihnachtsbudget bezahlt werden sollen.

Vergleiche diese Summe mit Deinen vorhandenen Rücklagen und dem Geld, das Du bis zum Einkauf noch dafür zurücklegen kannst. Lass dabei Beträge außen vor, die bereits für Miete, Lebensmittel, Rechnungen oder andere Verpflichtungen gebraucht werden.

Wenn zwischen Wunschliste und verfügbarem Geld eine Lücke liegt, braucht die Liste eine Änderung. Vielleicht ein günstigeres Geschenk, ein gemeinsames Geschenk oder die Absprache, dass Erwachsene sich dieses Jahr nichts schenken.

Solche Gespräche können unangenehm sein. Sie ersparen Dir aber, die Erwartungen anderer Menschen über mehrere Monate abzubezahlen. Und wenn Deine Finanzen schon schief liegen, machen Klarna, Paypal und Co. sie nicht besser.

Kleine Beträge vor dem Kauf zurücklegen

Kleine Beträge können Dir auch beim Ansparen helfen. Mit einem Weihnachtsumschlag siehst Du, was bereits für Deine Geschenke bereitliegt. Wenn Du online einkaufst, bleibt dieses Geld bis zur Bezahlung für den Kauf reserviert.

Dafür kannst Du meine kostenlose Weihnachtsgnome-Challenge nutzen. Du wählst eines von drei Designs aus. Jedes der 30 Felder steht für 5 Euro. Wenn alle Felder ausgefüllt sind, hast Du 150 Euro zurückgelegt.

Du kannst daraus auch eine 5-Euro-Scheine-Challenge machen: Legst Du einen Fünfer in Deinen Weihnachtsumschlag, malst Du ein Feld aus. Spare dabei nur Geld, das Dein Budget dafür hergibt.

Du musst die Challenge bis Weihnachten nicht vollständig schaffen. Auch eine teilweise gefüllte Vorlage zeigt Dir, welcher Betrag Du schon zusammengespart hast.. Deine Geschenkplanung richtet sich nach diesem Geld.

Mein heißer Tip in dem Zusammenhang: Geschenkgutscheine. Nicht als geschenk, sondern Du wandelst immer mal wieder das Geschenkebudget in Gutscheine um. Das hindert Dich daran, das Bargeld für etwas anderes auszugeben und limitiert gleichzeitig, wieviel Du an geld für Deine Geschenke ausgibst.

Bevor Du den Ratenkauf anklickst

Schau noch einmal auf den vollständigen Preis. Würdest Du dieses Geschenk auch auswählen, wenn Du den Betrag heute auf einmal bezahlen müsstest?

Wenn die Antwort Nein lautet, lohnt sich ein zweiter Blick auf Deine Geschenkidee. Vielleicht passt eine andere besser zu Deinem Budget.

Du darfst jemandem eine Freude machen und dabei eine finanzielle Grenze setzen. Weihnachten endet im Dezember. Dein Geschenkebudget sollte Dir auch für den Januar noch Geld zum Leben lassen.

Quelle für die Erklärung der Zahlungsmodelle und möglicher Zusatzkosten: Verbraucherzentrale: Buy now pay later, Stand 30. Juli 2026.

Kostenlose Weihnachtsgnome-Challenge

Drei Designs und 30 Sparfelder à 5 Euro: Damit kannst Du Dir bis zu 150 Euro für Weihnachten zurücklegen.

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